Commission internationale
pour la protection des eaux du Léman

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CIPEL

Aufgaben der CIPEL

Die CIPEL organisiert und veranlasst alle erforderlichen Untersuchungen zur Abklärung von Art, Tragweite und Ursprung von Verschmutzungen und wertet die Ergebnisse ihrer Untersuchungen aus.
Sie empfiehlt den Regierungen der Vertragsparteien die Massnahmen zur Behebung von bestehenden Verschmutzungen und zur Prävention künftiger Verunreinigungen.
Sie kann die Grundlagen einer internationalen Regelung für die Reinhaltung der Genferseegewässer erarbeiten.
Sie prüft alle anderen Fragen der Gewässerverschmutzung.

Ziele der CIPEL

Erhaltung oder Wiederherstellung der ökologischen Qualität des Wassers und der aquatischen Ökosysteme allgemein (physikalische Eigenschaften, Zustand von Ufer und Seegrund…) im Hinblick auf:

  • die Verwendung des Seewassers als Trinkwasser nach einer einfachen Behandlung
  • die Ausübung von Freizeitaktivitäten (Fischen, Schwimmen, Wassersport…) unter optimalen Bedingungen
  • den Erhalt eines durch natürliche Fortpflanzung gesicherten Bestands von überwiegend Edelfischen (Seesaibling, Felchen, Forellen…).

Organisation

Vereinfachend lassen sich drei «Ebenen» unterscheiden:
Die erste Ebene besteht aus Politikern und Politikerinnen sowie hohen Beamtinnen und Beamten aus Frankreich und der Schweiz, wobei beide Länder über die gleiche Anzahl Vertreter verfügen. Diese Mitglieder arbeiten wie ein Verwaltungsrat und treffen sich einmal pro Jahr zu einer Vollversammlung.
Eine technische Unterkommission bildet die zweite Ebene: Diese setzt sich aus Wissenschaftlern und Experten zusammen, die sich in einem Ausführenden Komitee und einem Wissenschaftlichen Komitee organisieren. Das Ausführende Komitee sorgt für die Umsetzung der Aktionspläne, während das Wissenschaftliche Komitee die Studien- und Forschungsprogramme bezüglich Wasserqualität im Genferseegebiet koordiniert und die wissenschaftliche Überwachung garantiert. Die Technische Unterkommission stützt sich auf spezifische Arbeitsgruppen, die verschiedene Aspekte des Gewässerschutzes weiter vertiefen. Das Ausführende Komitee, das Wissenschaftliche Komitee und die Arbeitsgruppen zählen insgesamt ungefähr 140 Personen, mehrheitlich Vertreterinnen und Vertreter von französischen und schweizerischen Dienststellen. Die dritte Ebene bildet das ständige Sekretariat in Changins in der Nähe von Nyon. Es zeichnet für die Koordination der Arbeiten und die Leitung der administrativen, finanziellen, technischen und wissenschaftlichen Bereiche verantwortlich.
Die Überwachung der aquatischen Lebensräume, die von der CIPEL durchgeführten Forschungs- und Untersuchungsprogramme sowie die Betriebskosten der CIPEL werden seit 1971 in Fünfjahresprogrammen organisiert, die zu 75% von der Schweiz und zu 25% von Frankreich finanziert werden.

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