Der Genfersee im Winter
Winterliche Umwälzung und Ende der Algenentwicklung
Im Winter werden die Messungen der Wasserqualität des Sees wieder monatlich durchgeführt, da sich das Wachstum der Schwebealgen im Wasser verlangsamt. Tatsächlich ist das Oberflächenwasser zu dieser Jahreszeit am durchsichtigsten.
Die Winterumwälzung versorgt den See mit Sauerstoff, indem sie das sauerstoffreiche Oberflächenwasser mit dem Tiefenwasser mischt, das durch die Zersetzung der Algen weniger Sauerstoff enthält. Im Falle einer vollständigen Winterumwälzung wird das Sauerstoffdefizit vollständig ausgeglichen. Bei wiederholten unvollständigen Winterumwälzungen, wie seit dem Winter 2012-2013, vergrößert sich das Sauerstoffdefizit am Seegrund. Derzeit herrscht in der Tiefe des Sees Sauerstoffmangel, was negative Auswirkungen auf das Wasserleben hat und zur Freisetzung (Freisetzung) von Phosphor oder bestimmten Metallen führt, die zuvor im Sediment eingeschlossen waren.
Die winterliche Durchmischung führt auch dazu, dass die für das Algenwachstum notwendigen Nährstoffe (vor allem Stickstoff und Phosphor) wieder an die Oberfläche gelangen. Die Kälte und die geringe Sonneneinstrahlung sorgen jedoch dafür, dass sich die im Wasser schwebenden Algen nicht sofort entwickeln können.
Die Wassertemperatur des Genfersees im Winter
Durch Kälte- und Windepisoden wird das Oberflächenwasser mit dem Tiefenwasser vermischt. Die winterliche Durchmischung ist vollständig, wenn es dem Wasser im See gelingt, sich bis zum Grund vollständig zu vermischen. Andernfalls wird die Durchmischung als unvollständig bezeichnet. Je strenger der Winter, desto größer ist die Tiefe der Durchmischung.
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