Winterbericht zur Limnologie des Genfer Sees: Deutliche Anzeichen für den See
Die zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 am Punkt SHL2 – der sich über der tiefsten Stelle des Sees befindet – durchgeführten Beobachtungen lassen für diesen Winter mehrere Trends erkennen.
Die durchschnittliche Oberflächentemperatur (0–10 m) lag bei 8,29 °C, was einem Anstieg von +1,05 °C gegenüber dem Referenzzeitraum 1991–2020 entspricht. Dieser Anstieg betrifft alle Wintermonate, mit positiven Abweichungen im Dezember (+1,27 °C), Januar (+0,79 °C) und Februar (+1,00 °C).
Auch die Tiefseewasser bestätigen diesen Erwärmungstrend mit einer Durchschnittstemperatur von 6,60 °C, was einem Anstieg von 0,98 °C gegenüber dem Referenzwert entspricht.
Die Chlorophyll-a-Konzentrationen lagen insgesamt unter den saisonalen Referenzwerten. Gleichzeitig war die Wasserdurchsicht besonders hoch und erreichte im Januar 16 m, was fast einem Winterrekord entspricht.
Die Situation hinsichtlich des gelösten Sauerstoffs in den Tiefen des Gewässers gibt hingegen weiterhin Anlass zur Sorge: Die Sauerstoffarmut hielt den ganzen Winter über an, mit einem Durchschnittswert von 2,69 mg/l, der unter dem kritischen Mindestwert von 4 mg/l für zahlreiche Fisch- und Makroinvertebratenarten liegt.
Diese Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig eine regelmäßige und sorgfältige Überwachung der physikalisch-chemischen Veränderungen des Sees vor dem Hintergrund des Klimawandels und der Belastungen der aquatischen Lebensräume ist.
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