Commission internationale
pour la protection des eaux du Léman

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Der Genfersee

Der Genfersee liegt auf durchschnittlich 372 m ü.M. und hat eine Fläche von 580 km2. Er ist das grösste Gewässer Westeuropas und dient als Trinkwasserreservoir für über 800’000 Menschen. Gespeist wird der Genfersee durch eine ganze Reihe von Flüssen aus Schweizer Kantonen (Wallis, Waadt, Freiburg und Genf) und französischen Departementen (Hochsavoyen, Ain). Der wichtigste Genferseezufluss ist die Rhone, aus der allein 75% der zugeführten Wassermengen stammen. Die theoretische Aufenthaltszeit des Wassers im See beträgt 11.3 Jahre.

2006 konnten nur 3 % der 200 km Seeufer noch als natürlich (Sumpflandschaft) und 23 % als naturnah (Wiesen, Kulturen) gelten. Über 60 % der Ufer sind somit total künstlich (Mauern und Blockwürfe) und von menschlichen Aktivitäten geprägt (Quais, Häfen und Verbindungswege). Im Hinblick auf die Erhaltung, Verbesserung und nachhaltige Sicherung der Artenvielfalt an den Ufern des Genfersees empfiehlt deshalb die CIPEL, an Standorten von erheblichem biologischen Interesse, insbesondere an Flussmündungen mit natürlichem Charakter, sowie an allen Flussabschnitten mit Verbesserungspotential den Schutz und die Aufwertung der Ufer unter Einsatz aller vorhandenen Instrumente (Verträge, Initiativen, Reglemente usw.) zu fördern.

Der Genfersee bietet Anwohnern und Besuchern der Region vielfältige Vorteile:

  • Nutzung des Seewassers als Trinkwasser nach einer einfachen Behandlung. Die 11 Pumpstationen rund um den Genfersee versorgen über 800’000 Personen mit Trinkwasser.
  • Baden und Freizeitaktivitäten : 115 Strände und Seezugänge, deren Wasserqualität regelmässig überwacht wird, erwarten die Badenden. Die weitaus meisten Stränden weisen eine gute bis ausgezeichnete bakteriologische Wasserqualität auf.
  • Fischerei (Berufs- und Freizeitfischerei) im See und in den Zuflüssen. Über 150 Berufsfischer aus der Schweiz und Frankreich werfen im See ihre Netze aus. Die häufigsten Fangarten sind Egli, Felchen, Forelle, Seesaibling und Hecht, doch bestehen auch gesunde Populationen an Rotauge und Flusskrebsen.

 

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