Commission internationale
pour la protection des eaux du Léman

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Empfehlungen

Jedes Jahr verfasst die CIPEL eine Reihe von Empfehlungen zuhanden der französischen und der Schweizer Regierungen für eine weitere Verbesserung der Wasserqualität im Einzugsgebiet des Genfersees.

Die Empfehlungen 2013 der Internationalen Kommission zum Schutz des Genfersees wurden am 15. November 2012 an der Vollversammlung im Domaine de Marcelin in Morges (VD) verabschiedet. Sie richten sich an die Regierungen der Partner der CIPEL; die Schweiz, Frankreich, die Kantone Waadt, Wallis und Genf, die Departemente Hochsavoyen und Ain und die Region Rhône-Alpes.

Empfehlungen 2013

Von 171 bestehenden und 2012 im Inventar erfassten Freizeitinfrastrukturen befinden sich 71 in der Nähe oder im Perimeter von Orten, die das Réseau Écologique Lémanique (REL) als Bereiche von anerkannter ökologischer Bedeutung einstuft. Ausserdem sind 7 von 17 neuen Projekten für Häfen oder Strände im Perimeter oder in der Nähe von im Sinne des REL bedeutsamen Orten geplant.

Gestützt auf diese Tatsache unterstreicht die CIPEL die Notwendigkeit, nautische Aktivitäten und Infrastrukturen im Hinblick auf möglichst geringe Auswirkungen auf die Seeufer anzupassen. Die CIPEL formuliert folgende Empfehlungen:

  • Reduktion der Anzahl Ankerplätze und anderer fester Einrichtungen in den Mündungen von Fliessgewässern, die für das Ökosystem des Sees eine wichtige Rolle spielen.
  • Ermutigung der Entscheidungsträger zur Privilegierung von Schutzbauten (Dämmen) oder Ankerplätzen mit weniger Beeinträchtigung des Seebodens sowie zum Verzicht auf Ankerstellen auf offenem See mit Bojensteinen und Bojenketten, die der Vegetation des Seegrunds schaden.

 

Angesichts der Risiken einer erosionsbedingten Auswaschung von Schadstoffen in Oberflächengewässer empfiehlt die CIPEL den zuständigen Stellen, in den landwirtschaftlichen Praktiken in ihrem Gebiet die Einrichtung von Zwischenkulturen vorzusehen. Diese wirken nicht nur der Bodenerosion entgegen, sondern hemmen auch effizient das Auswaschen von Stickstoff. Eine winterliche Bodendeckung verbessert zudem die Struktur und den Feuchtigkeitshaushalt des Bodens und unterdrückt die Entwicklung von Beikräutern.

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